Fallbeispiel: Patientin mit Schluckbeschwerden
Eine 55 Jahre alte, sehr angespannt wirkende Patientin stellt sich mit Schluckbeschwerden vor, die seit über einem Jahr bestehen. Sie berichtet über eine chronische Gastritis mit Sodbrennen, die sie mit Säurehemmern behandelt.
In der osteopathischen Untersuchung finde ich eine vermehrte Wirbelsäulen-Krümmung im Übergang von Halswirbelsäule zur Brustwirbelsäule, zusammen mit einer Einschränkung Beweglichkeit des gesamten Schultergürtels. Außerdem sind die Halsmuskulatur und der ganze Mundbodenbereich deutlich verspannt. Das Kiefergelenk zeigt eine einseitige Bewegungseinschränkung und in der Halswirbelsäule bestehen Blockierungen.
In einer ersten Behandlung werden der Schultergürtel mobilisiert, die Halsmuskulatur gelöst , die Wirbelsäule mit vorsichtigen Lösetechniken behandelt und die Spannungen des Mundbodens mit Kehlkopf befreit. Zu Beginn der zweiten Behandlung berichtet die Patientin von einer deutlichen Verbesserung ihrer Beschwerden. Sie kann nun den Auslösepunkt ihrer Beschwerden direkt neben dem Kehlkopf deutlich lokalisieren.
Jetzt werden diese Kehlkopfstrukturen sehr vorsichtig behandelt und außerdem der Brustkorb, das Zwerchfell und auch der Magen in die Behandlung mit einbezogen. Nach der dritten Behandlung ist die Patientin beschwerdefrei.
Es werden noch zwei weitere Termine vereinbart, in denen als Entspannungsbehandlung eine Behandlung des vegetativen Nervensystems mit kranio-sakralen Techniken erfolgt.